Literatur zur Trauerbewältigung
und Besinnliches

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Folgende Bücher zum Thema "Trauer"
sind im Handel erschienen (Auszug):

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Autor: Goldmann-Posch, Ursula
Titel: Wenn Mütter trauern
Erinnerungen an das verlorene Kind
Ersch.: 1990 ISBN: 3-426-04806-X

Autor: Ide, Helga
Titel: Durch Trauer ver-rückt?
Aus der Krise in ein anderes Leben
Ersch.: 1995 ISBN: 3-927916-30-7

Autor: Holzschuh, Wolfgang
Titel: Geschwister-Trauer
Erfahrungen u. Hilfen aus verschiedenen
Praxisfeldern
Ersch.: 2000 ISBN 3-7917-1728-6

Autor: Holzschuh, Wolfgang
Titel: Die Trauer der Eltern bei Verlust eines Kindes
Eine praktisch-theologische Untersuchung
Ersch.: 2000 ISBN 3-429-02077-8

Autor: Jülicher, Jochen
Titel: Es wird alles wieder gut, aber nie mehr wie vorher
Begleitung in der Trauer
Ersch.: 1999 ISBN 3-429-02081-6

Autor: Müller-Commichau, Wolfgang
Titel: Wenn Männer trauern
Über den Umgang mit Abschied und Verlust
Ersch.: 2000 ISBN 3-7867-2251-X

Autor: Zink, Jörg
Titel: Ein paar Schritte an Ihrer Seite
Ein Wort für Trauernde
Ersch.: 2000 ISBN 3-7831-1112-9

Autor: Zagdanski, Doris
Titel: Wenn die Worte fehlen
Auf trauernde Menschen eingehen
Ersch.: 2000 ISBN 3-451-04834-5

Autor: Grün, Anselm
Titel: Bis wir uns im Himmel wiedersehen
Ersch.: 2001 ISBN 3-7831-1578-7

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Besinnliches

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Hier eine kleine Geschichte, die wir in unserer Elterngruppe bekommen haben und die mir in meiner weiteren Trauer sehr geholfen hat.

Beppo der Straßenkehrer

Beppo der Straßenkehrer tat seine Arbeit gern und gründlich. Er wußte, es war eine notwendige Arbeit. Wenn er die Straße kehrte, tat er es langsam, aber stetig: bei jedem Schritt einen Atemzug und bei jedem Atemzug ein Besenstrich. Schritt - Atemzug - Besenstrich, Schritt - Atemzug - Besenstrich... Dazwischen blieb er manchmal eine Weile stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging er wieder weiter - Schritt - Atemzug - Besenstrich... Während er sich so dahin bewegte, vor sich die schmutzige Straße und hinter sich die saubere, kamen ihm oft große Gedanken... Nach der Arbeit, wenn er bei dem Mädchen Momo saß, erklärte er ihr seine großen Gedanken. Und da sie auf eine besondere Art zuhörte, löste sich seine Zunge, und er fand die richtigen Worte. "Siehst du Momo", sagte er dann zum Beispiel, "es ist so: manchmal hat man eine lange Straße vor sich. Man denkt, die ist schrecklich lang; das kann ich niemals schaffen, denkt man. "Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: "Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedesmal, wenn man aufblickt, sieht man, daß es nicht weniger wird was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluß ist man ganz aus der Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man das nicht machen." Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er wieder: "Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muß nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten. "Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: "Dann macht es Freude, das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein". Und abermals, nach einer langen Pause fuhr er fort: "Auf einmal merkt man, daß man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste". Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: "Das ist wichtig".

Aus: MOMO von Michael Ende

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Hier noch weitere sinnliche Texte

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Der Tod ist kein Untergang, sondern ein
Übergang: Vom Erdenwanderweg hinein
in die Ewigkeit.

(Cyprian v. Karthago)

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Wie ein Blatt vom Baume fällt,
so geht ein Mensch aus dieser Welt,
doch die Vögel singen weiter .......

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Wenn sich ein Tor des Glückes schließt,
dann schauen wir so lange auf das
geschlossene Tor,
dass wir das neue Tor des Glücks,
das sich für uns geöffnet hat,
gar nicht sehen.

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Stund für Stund so sitz ich hier,
allein gelassen so weit weg von dir,
du bist frei, ich eingesperrt in Ketten,
die mich schnürend fesseln,
Tag für Tag. Mein Herz schreit nach dir,
Sehnsucht macht es mir so schwer,
Tränen streicheln mein Gesicht,
doch ich fürchte mich nicht.
Vor der Einsamkeit, ohne dich zu leben.
Weiß doch, daß du bei mir bist,
auch wenn's nur in Gedanken ist.

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Seit du nicht mehr da bist,
vermisse ich auch mich.

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Jeder Tag ohne dich ist für mich verloren -
dich zu träumen, nur ein schwacher Trost.

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Leben ist möglich. Und nach Tagen der Trauer
morgens aufwachen
- und sich nicht wieder umdrehen
- und sich nicht wieder in die Trauer einhüllen,
- sondern ganz laut schreien: Steh auf und lebe!

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Ein altbewährtes Mittel gegen die eigene
Traurigkeit ist es,
einen anderen Menschen trösten zu müssen.

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Freude dauert sieben Tage,
Traurigkeit aber ein Leben lang.

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Abschiede sind immer traurig egal was der
morgige Tag uns bringt.

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Diejenigen, die gehen, fühlen nicht den Schmerz
des Abschieds.
Der Zurückbleibende leidet.

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Auch das glücklichste Leben ist nicht
ohne ein gewisses Maß an Dunkelheit denkbar,
und das Wort Glück würde seine Bedeutung
verlieren,
hätte es nicht seinen Widerpart in der
Traurigkeit.

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Wer das Licht der Welt erblickt,
wird das Dunkel schon noch kennenlernen.

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Das letzte, was man verliert,
ist die Hoffnung.

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Du darfst dich deiner heißen Tränen nicht
zu schämen,
du darfst auch müde und traurig sein.
Nur eines darfst du nicht:
hoffnungslos sein!

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Wer kämpft, kann verlieren,
wer nicht kämpft, hat schon verloren.

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Verloren hast Du erst dann,
wenn Du aufgegeben hast.

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"Alles geht vorüber".
Wie unterschiedlich ist doch die Bedeutung
dieses Satzes!
In einer glücklichen Stunde wirkt er ernüchternd,
angesichts von Kummer und Schmerz hingegen
tröstlich.
"Alles geht vorüber".

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Ohne Leiden wäre die Welt
wie ein Gemälde ohne Farben,
eine Musik ohne Melodie,
ein Meer ohne Wellen,
kurz,
das Leiden gibt der Welt erst das wahre Gesicht.

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Sei froh, daß du leiden kannst,
sei froh, daß du fühlen kannst
Wie willst du wissen, ob es dir gut oder
schlecht geht, wenn du nicht beides
miteinander vergleichen kannst?

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Vergessen können ist ein großes Glück,
vergessen werden, ein großes Leid.

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Aus den Augen - nur nicht aus dem Sinn
zahllose Erinnerungen - tief in uns drin
in unseren Herzen haben sie Quartier
die nimmt uns keiner, sie sind ein Pfand von Dir.

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Begrenzt ist das Leben, doch unendlich die
Erinnerung.

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Das Sichtbare vergeht, doch das Unsichtbare
bleibt ewig.

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Das Wichtigste sind die Spuren der Liebe,
die wir hinterlassen.

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Du hast Spuren hinterlassen in uns,
deine Liebe und deine Kraft,
unauslöschlich in unseren Herzen,
hast du dir Raum geschaffen für immer.

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Du kamst, du gingst mit leiser Spur,
ein flüchtiger Gast im Erdenland;
Woher? Wohin? Wir wissen nur:
Aus Gottes Hand in Gottes Hand.

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Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines.
Das eine Blatt, man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein
war Teil von unsrem Leben.
Drum wird dies eine Blatt allein
uns immer, immer fehlen.

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Ich bin von euch gegangen, nur für einen
Augenblick, und gar nicht weit.
Wenn ihr dahin kommt, wohin ich gegangen bin,
werdet ihr euch fragen, warum ihr geweint habt.

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Ich träume und der geliebte Mensch ist mir nahe,
ich erwache und bin allein.
Leer ist meine Welt, unergründlich die Tiefe,
die ihn verschlang.
Aber die Liebe und Wärme vergangener Tage
weht zu mir herüber. Fast wie ein Trost.

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Trennung ist unser Los,
Wiedersehen unsere Hoffnung.

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Was man besaß, weiß man,
wenn man's verlor.

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Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.
Wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein,
mich gekannt zu haben.

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